Wohnstätte legt Geschäftsbericht für Jubiläumsjahr vor

2025 konnte die Wohnstätte ihren 100. Geburtstag begehen. Der nun vorgelegte Geschäftsbericht Perspektive.25 zeigt, dass dieses Jahr auch in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgsreich verlaufen ist.

Die Immobilieninvestitionen beliefen sich auf 11,1 Mio. € und erreichten damit erneut ein hohes Niveau. In den vergangenen zehn Jahren summierte sich die Investitionen auf insgesamt 118 Mio. €. Damit leistet die Wohnstätte unverändert hohe und nachhaltige Beiträge in die Stadtentwicklung zur Entwicklung lebenswerter Quartiere in und für Stade.

Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren im vergangenen Jahr der Neubau des Wohn- und Geschäftshauses „Neue Mitte Kopenkamp“ (Fertigstellung Anfang 2027) mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 5,1 Mio. € sowie die Sanierung und Erweiterung der Geschäftsstelle für insgesamt 2,5 Mio. €. In die Modernisierung und die Instandsetzung des Wohnungsbestands sind rd. 7 Mio. € geflossen.

Der Jahresgewinn betrug solide 1,1 Mio. €. Bei einer Bilanzsumme von 166,5 Mio. € lief die Eigenkapitalquote ohne Berücksichtigung vorhandener stiller Reserven bei stabilen 21,7% aus.

Dieses wirtschaftliche Fundament ist die Basis für die soziale und ökologische Ausrichtung der Genossenschaft. Gemeint ist dabei v. a. die relative Bezahlbarkeit des Wohnraumangebots. Die durchschnittlichen Nettokaltmieten erreichten 7,79 €/m² (Bestandsmieten) bzw. 8,74 €/m² (Neuvermietungsmieten). Dagegen beliefen sich die Marktangebotsmieten 12,10 €/m², mithin liegen die Wohnungsangebote der Wohnstätte um mehr als 3 €/m² unterhalb des Niveaus anderer Vermietenden.

Die Haushaltungsbelastung in der Neuvermietung, also das Verhältnis der Bruttowarm-Mietbelastung in Relation zu den Haushaltseinkommen, betrug 31,1%. Dieser Wert verläuft seit vielen Jahren konstant, was eingedenk der Kostensteigerungen im Bereich Bau und Bewirtschaftung einen Erfolg darstellt.

Unverändert hoch ist die Wohnraumnachfrage. Hiervon zeugen aktuell rd. 1.950 hinterlegte Mietgesuche in der Interessentendatenbank.

Der CO2-Ausstoss betrug im vergangenen Jahr 18,5 kg je m² Wohn- und Nutzfläche, was einen witterungsbedingt leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (18,1 kg je m²) darstellt. Ziel ist, den CO2-Ausstoss bis 2030 auf 14 kg je m² zu reduzieren, um diesen danach bis 2045 auf „Nettonull“ herunterzufahren. Wesentliche Handlungsfelder im vergangenen Jahr waren die Fertigstellung der energetischen Sanierungen in Klein Thun wie auch der Substitution von Gasthermen durch Wärmepumpen in den Liegenschaften Teichstraße 13 (36 WE) und Jobelmannstraße 17 (6 WE). Ab 2027 ist die energetische Ertüchtigung der Häuser Streuheidenweg 12/14 geplant.

Der ausführliche Geschäftsbericht findet sich hier: https://www.wohnstaette-stade.de/wp-content/uploads/2026/05/Wohnstaette-Perspektive.25-2.pdf

Alternativ ist auch eine Zusammenfassung als Podcast hörbar: https://www.wohnstaette-stade.de/de/folge-3-perspektive-25/