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Neubau Jahnstraße 15 a

Ganz anders gemeinsam altern

Die Wohnstätte Stade eG baut ab Sommer 2010 für die Wohnprojekt-Initiative "Ganz anders gemeinsam altern" ("Gaga") eine neue Wohnanlage.

In zweiter Reihe hinter der Bebauung Ecke Jahnstraße/Töpferstraße in Stade entsteht ein dreigeschossiges Gebäude mit 17 Einheiten. Als Bauzeit sind 14 Monate veranschlagt.

Mit der Wohnstätte fand die Projektgruppe einen idealen Partner, den "Wunschpartner", wie die zukünftigen Mieter Gisela Punke und Gerhard und Hannelore Meyer sagen.

Das Besondere an dieser Wohnform: Die Mieter suchen sich ihre Nachbarn selber aus und übernehmen einen Teil der Verwaltung. Mit ihren Vorstellungen liefen sie bei Frank Wilshusen, Geschäftsführer der Wohnstätte Stade eG, offene Türen ein. "Etwas Besseres kann uns nicht passieren", sagt er. Mit Harmonie in der Wohnanlage rechnet er, weil die Hausgemeinschaft intensiv mitplant und mitentscheidet. Größtmögliche Freiheiten werden ihnen bei der Gestaltung eingeräumt, "denn letztlich zahlen sie es auch".

Gebaut wird auf einem 6500 Quadratmeter großen Grundstück der Wohnstätte Stade eG nahe der Schwinge und dem Horstsee.

Nach Durchführung eines beschränkten Architektenwettbewerbs wird nach Plänen des Hamburger Architekturbüros Fuhl und Kirsch gebaut: zwei parallel zueinanderstehende, verklinkerte Gebäuderiegel, verbunden durch ein gläsernes Foyer. Michael Kirsch und Reinhard Fuhl stellten den Entwurf vor, mit dem sie die Jury, darunter auch Vertreter der Hansestadt Stade, überzeugt und sich gegen drei örtliche Mitbewerber durchgesetzt hatten. Die Architektur ist modern, orientiert sich aber in der Kubatur an den benachbarten Mehrfamilienhäusern.

Auf 2400 Quadratmetern entsteht die dreigeschossige Wohnanlage mit 15 Mietwohnungen und zwei Gästeappartements, Gemeinschaftsraum und Foyer.

Die Wohnungen sind 50 bis 100 Quadratmeter groß und nach Westen oder Süden ausgerichtet. Alle Wohnungen haben einen Balkon oder eine Terrasse. Die Erschließung erfolgt über Laubengänge. Nach Süden öffnet sich das Haus zum gemeinsamen Garten und zur Dachterrasse.

Der Vorplatz kann als "halböffentlicher Quartiersplatz" genutzt werden, hier möchte die Gaga-Gruppe Veranstaltungen für die Nachbarschaft anbieten.

Bei der Präsentation der Planung sagte Bürgermeister Andreas Rieckhof, er freue sich, dass das Projekt Gestalt annehme, und hoffe, dass es Nachahmer finden werde. Als "Pioniergruppe" bezeichnete er die Initiative und sprach von einem "Musterprojekt", das sich in das Leitbild 2020 der Stadt einfüge. In einer "Gesellschaft des langen Lebens" würden bald Senioren das Stadtbild prägen. Das Projekt helfe, überkommene Alltagsbilder zu verändern, und mache Mut, auch andere Wege zu gehen.

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